Sören Pürschel ist ein Kunst-Quereinsteiger. Er ist Baujahr 1975 und aufgewachsen am Niederrhein, Studium in Tübingen. Er hat danach lange in China gelebt und wohnt nun in Frankfurt am Main.
Sörens Arbeiten sind Teil eines ereignisreichen Lebens, mit interessanten Perspektiven auf unsere Zivilgesellschaft und Kulturlandschaft im Wandel.
Bisher Ausstellungen in Tübingen, Weimar, Frankfurt a. M., Berlin, Bremen und Offenbach.
Konzept Kunst
Ausstellung im Nebbienschen Gartenhaus
Vernissage 21.08.2025 um 19 Uhr
Ausstellungszeitraum von 22.08.-07.09.2025
Täglich (ausser Mo, Di) zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet.
Die industrielle Standardisierung in der Fertigung von Möbeln und Büchern hat dazu geführt, dass nunmehr Dinge des täglichen Bedarfs im Überfluss verfügbar sind und nicht selten als Müll in der Verbrennung landen. Während früher Werke noch als entartete Kunst zerstört und Bücher unliebiger Autoren verbrannt wurden, so zerstören wir heute täglich Kulturträger in Form von Reproduktionen, Schallplatten und Bücher aus schierem Platzmangel! Der Klimawandel macht deutlich, wo die Grenzen des Mehr liegen, führt zu gesellschaftlichen Verwerfungen und zwingt uns neue Ideen und Modelle für nachhaltigen Konsum, Design und Kultur zu entwickeln.
Sören Pürschel adressiert diesen Wandel mit einer Form von ausgeprägtem Minimalismus, Er nimmt in seinen Werken Bezug auf Barnett Newmann und Ellsworth Kelly.Seine radikal vereinfachten Farbflächen sind auf radikal vereinfachten und noch dazu kompromisslos simplen Untergründen arrangiert. Der Inhalt der verwendeten Bücher ist bei Zeiten relevant und irrelevant. Die eingesetzten Gegenstände werden oftmals auf ihre Farbe reduziert. Das Geistige und das Körperliche sind somit im intensiven Spiel miteinander, wobei die Relevanz des einen und des Anderen die Werke nicht dominiert. In einer Welt, in der die Form und die Fuktion in einem absolut relevanten Zusammenhang stehen, entzieht Sören Pürschel den eingesetzten Materialien ihre Funktion und definiert sie neu. Nicht um daraus neue Objekte mit einer Funktion zu erschaffen, sondern Kunstwerke, die frei von Funktion für sich wirken.
Im Rahmen der Ausstellung wird ein Art Talk stattfinden, der Termin hierfür wird noch bekannt gegeben. Zudem wird zum Ende der Ausstellung bei dem Frankfurter Saisonstart 2025 am 6.9.2025 eine Chill-out Zone mit Abendprogramm ab 18 Uhr angeboten.